Mögliche Beschwerden zu Beginn der Behandlung
Nebenwirkungen einer Schnarchschiene können insbesondere zu Beginn der Behandlung auftreten. In der Anfangsphase berichten manche Patienten über ein Spannungsgefühl im Unterkiefer oder über eine vorübergehende Muskelermüdung am Morgen. Diese Reaktionen stehen meist mit der neuen Position des Unterkiefers während des Schlafs in Zusammenhang.
In den meisten Fällen gewöhnt sich der Körper jedoch innerhalb weniger Tage bis Wochen an die veränderte Situation. Eine schrittweise Einstellung der Vorschubposition hilft dabei, die Belastung möglichst gering zu halten und den Tragekomfort der Schnarchschiene zu verbessern. Dadurch lassen sich mögliche Nebenwirkungen einer Schnarchschiene in der Regel gut kontrollieren.
Langfristige Veränderungen und wichtige Kontrollen
Bei langfristiger Anwendung können in seltenen Fällen Veränderungen der Zahnstellung oder der Bissverhältnisse auftreten. Auch Beschwerden im Kiefergelenk sind möglich, insbesondere wenn bereits Vorerkrankungen bestehen. Solche Nebenwirkungen einer Schnarchschiene entwickeln sich meist langsam und können bei regelmäßigen Kontrollen frühzeitig erkannt werden.
Aus diesem Grund sind regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Dabei werden Zahnkontakte, Kiefergelenke und die Funktion der Kaumuskulatur überprüft. Falls notwendig, kann die Schiene angepasst oder die Vorschubposition verändert werden.
Bei fachgerechter Planung und kontinuierlicher Betreuung gilt die Schnarchschiene insgesamt als sichere und gut verträgliche Therapieform bei Schnarchen und leichter bis mittelgradiger Schlafapnoe.