Diagnostik und Planung der Behandlung
Vor der Anfertigung einer Schnarchschiene erfolgt eine sorgfältige Untersuchung von Zähnen, Kiefergelenken und Kaumuskulatur. Dabei wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Unterkieferprotrusionsschiene gegeben sind und ob mögliche Vorerkrankungen berücksichtigt werden müssen.
Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, ist vor Beginn der Behandlung eine ärztliche Abklärung erforderlich. In Zusammenarbeit mit dem Hausarzt oder einem Schlafmediziner wird entschieden, ob eine Schnarchschiene medizinisch sinnvoll ist. Ziel ist eine sichere und individuell abgestimmte Therapie.
Anfertigung, Anpassung und Kontrolle
Die Schnarchschiene wird auf Basis digitaler Scans oder präziser Abformungen hergestellt. Zusätzlich wird die optimale Vorschubposition des Unterkiefers bestimmt. Diese Position ist entscheidend für die spätere Wirksamkeit der Schiene und wird individuell festgelegt.
Moderne Schnarchschienen sind in kleinen Schritten einstellbar. Dadurch kann die Vorverlagerung des Unterkiefers schrittweise angepasst werden, bis eine gute Balance zwischen Wirkung und Tragekomfort erreicht ist.
Nach dem Einsetzen erfolgen regelmäßige Kontrollen. Dabei wird überprüft, ob die Schiene korrekt sitzt, ob sich Zahn- oder Bissverhältnisse verändern und ob Kiefergelenke oder Muskulatur belastet werden. Diese Begleitung ist wichtig, um langfristig eine sichere und erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten.